Unsere Geschichte von 1950 - 1988

1950

Kurt Rietz wird Leiter der Cricketabteilung - und zu ersten Mal seit 1940 wird Cricket bei Viktoria und in der Öffentlichkeit wieder wahrgenommen. Kurt Rietz wirbt in der Vereinszeitschrift mit folgenden Worten:

... "Der Cricketspieler muß ein Gentleman sein. Er muß ein Mensch sein, der fair play liebt und deshalb als ein jolly good fellow - als ein prächtiger, ehrlicher und vertrauenswürdiger Kamerad, den man achtet, angesehen wird! Was würde mehr noch für Cricket sprechen, die vorstehenden Worte benötigen keinerlei Kommentar."

1952

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister. Die zweite Periode der großen Jahre bricht bei Viktoria an. Parallel zum zweiten Frühling Viktorias im Fußball entwickelt sich das Cricketspiel zu neuer Blüte. Unter der Belastung der Besatzung übt Viktoria den Sport unter Beobachtung der britischen Besatzungsmacht aus. Überzeugend: Der Besatzer sieht keine Schnitte und respektiert Viktoria als führende Cricketmannschaft in Deutschland an.

1953

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister und Berliner Fussballpokal-Sieger. Viktoria beginnt unter Kutte Rietz seine Reisetätigkeit in den nächsten Jahren. Beim Fußball beginnt man sich zu beklagen. Kutte verfügt, dass alle Spieler der ersten Mannschaft Fußball sich die oft achtstündigen Begegnungen der ersten Cricketmannschaft ansehen müssen.

1954

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister. Rietz bestimmt Viktoriacricket und der Fußball muß sich behaupten. Fußball ist nur in Bezirksmannschaften gestattet, die Besatzer verbieten den Deutschen die freie sportliche Entfatung. Man ist allen deutschen Organistionen gegenüber sehr skeptisch.

1955

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister und Berliner Fussball-Meister.

Viktoria wird Heimstatt auch für Handballspieler, die sich immer noch nicht selbst organisiert finden dürfen. Viktoria ist das Dach für viele Sportarten geworden.

1956

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister und Berliner Fussball-Meister.

1956_meister

Viktorias Fussball-Meister von oben links nach unten rechts: Mehlhose, Kuley, Horter, Stange, Hennig, Niedzwiadek, Jonas, Mielke, Riethof, Strehlow, Wagner.

1957

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister. Die Fussball-Abteilung geht jedoch schlechten Zeiten entgegen. Viktoria versäumt die entscheidenen Weichenstellungen für die nächsten Jahre. Der Fußballsport entwickelt sich langsam zu einem Profifußball. Viktoria bekommt alerdings genau zu dieser Zeit wegen schlechter Führung des Clubs finanzielle Probleme.  

1958

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister. Wieso auch nicht ? Viktoria ist bestens aufgestellt. Es werden Tuniere in Dänemark gegen englische Ligamannschaften gewonnen, ob wohl die Nacht vor dem Spiel mit Barcadi und Wiskey durchgebracht wurde. Schwer betrunken tragen sich die Spieler am nächsten Tag auf den Platz und schlagen überlegen die ausgeschlafenen englischen Profis. Viktoria Cricket ist der Schrecken in Europa.

1959

Viktoria wird deutscher Cricket-Meister.

Meister 1959

 links oben: Jordan, Rietz, Rosenow, Klatt, Meyer, Mesecke, Hustan

knieend: Antonius, Pufahl, Laube, Das

Die Versäumnisse der Fussball-Mannschaft in der letzten Saison zeigen erste Probleme auf. Die Mannschaft hat Probleme sich zu finden.

1960

Finanziell am Ende - unternimmt Viktorias Fussball-Abteilung einen interessanten Schritt. Zur Sanierung der Finanzen soll ein Freundschaftsspiel gegen Real Madrid im Berliner Olympiastadion stattfinden. Der Bericht aus der 90-jährigen Festschrift lautet dazu wie folgt:

... Georg Erwin Schwarz, der schon in den letzten Jahren als Vorstandsmitglied die Amateurmannschaft unter seinen Fittichen erfolgreich führte, bringt Viktoria wieder in's Rampenlicht. Viktoria wird Veranstalter des Freundschaftsspiel gegen Real Madrid im Olympia-Stadion. Ein waghalsiges Unternehmen. Dieses Risiko ging der Vorsitzende G.E. Schwarz ein, um aus diesem Spiel einen Gewinn zu erzielen und die übemommenen enormen Verpflichtungen zu verringern. Auch sollte die Aufrechterhaltung des Spielbetriebes in der Vertragsliga gesichert werden. 

 Es geht alles gut und es bleibt sogar noch ein finanzieller Oberschuß von ca. 40.000 DM zu verzeichnen. Mit einer kombinierten Mannschaft - verstärkt mit Spielern von Hertha BSC - verliert Viktoria nur mit 0:1. Unvergessen wird dieses Spiel am 16. August 1960 bleiben, in dem beli den Madrider Fußballartisten Spieler wie Gento, Didi, di Stefano, Santamaria, Puscas etc. mitwirkten.

Georg Erwin Schwarz hielt in schlechten wie in guten Zeiten stets treu zur Viktoria-Fahne und ist als Ehrenmitglied und Träger der goldenen Clubnadel heute noch 2. Vorsitzender unseres Vereins.

Wegen der zu großen Verantwortungslast bestehender Vereinsverbindlichkeiten, die ihm bei Amtsübemahme in vollem Umfang nicht bekannt waren, gab er in dem Geschäftsjahr noch den Vorsitz ab. '

Übernommen hatte es wieder der bis dahin tätige 1. Vorsitzende Artur Landau.

Das Spiel Viktoria Berlin - Real Madrid endet vor 30.000 Zuschauern im Berliner Olympiastadion mit 0:1

Gegen Ende des Jahres findet G.E. Schwarz in der Vereinszeitschrift deutliche Worte:

Als ich vor einem halben Jahr die Nach~ folge unseres Kam. landau antrat, wurde mir von allen Seiten eindringlich versichert, daß sich viele erfahrene Mitglieder als Helfer zur Verfügung stellen würden. Diese Prognose hat sich leider weitgehend als falsch erwiesen.

Den wenigen unserer Kameraden, die tatkräftig mitgearbeite.t haben, gebührt ganz gewiß der Dank des Vereins, aber die Lücken in der Besetzung der Posten sind nicht zu übersehen.

Das Amt des Kassierers verwaltet der 2. Vorsitzende, unser Kam. lemm. Auf die Dauer ist diese Belastung untragbar. Aus beruflichen Gründen ist der Schriftführer, unser Kam. Meyer, vor 3 Monaten zurückgetreten. Der Kam. Koch verwaltet dieses Amt inzwischen kommissarisch. Der Obmann des Spielausschusses, der Kom. Haase, steht der 1. Mannschaft leider nicht in dem notwendigen Maß zur Verfügung. Dabei ist die Betreuung der 1. Mannschaft eine der wichtigsten Aufgaben.

Im Einvernehmen mit dem Kam. Landau ist der Vorstand dabei, die erforderliche Reorganisation vorzubereiten, um sie in der Mitgliederversammlung am 13. 10. 1960 im Restaurant "Pinger" sanktionieren zu lassen. Die Bildung eines vollständigen und arbeitsfähigen Vorstands ist unerläßlich.

Die vergangene Saison 1959/60 stand sportlich für unsere 1. Vertragsliga-Mannschaft unter keinem günstigen Stern. Vol-ler Sorge blickten wir von Sonntag zu Sonntag auf den Tabellenstand. Mit Ach und Krach landeten wir auf Platz 7. Dabei standen auch in der vorigen Saison gute Spieler in der Mannschaft. Die Auswirkungen der inneren Umwandlungen, der Trainerwechsel und manches andere, mögen dazu beigetragen haben, daß sich die Mannschaft nur selten gestrafft hat.

Im Rahmen der Möglichkeiten haben wir die Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Mir selbst sind hierbei Auf-gaben und Entscheidungen zugefallen, die ich - dessen mag jeder sicher sein - nach bestem Wissen und Gewissen erfüllt habe. An dieser Stelle muß ich den Nur-Rednern unter unseren Freunden sagen, daß zwi-schen unverbindlichen Stegreif-Meinungen und einer verantwortlichen Entscheidung ein großer Unterschied besteht. Auch Hin-weise, die nach vollzogener Tat gegeben werden, sind: praktisch wertlos. Wir brauchen Männer mit Sachverstand und Beständigkeit in der Mitarbeit.

Der Vorstand hat davon abgesehen, Spieler unter Vertrag zu nehmen, die im landläufigen Sinne als prominent gelten. Wir hoffen, daß unsere vier jungen Kameraden, die hier in Viktoria 89 erstmalig einen Vertrag erholten haben, das in sie gesetzte Vertrauen rechtfertigen werden.

Auch unser Trainer, der Kam. Kurt Böhnke, betreut erstmalig eine Vertragsliga Mannschaft. Seine Erfolge als Jugendtrainer und zuletzt beim VFB Hermsdorf sollten Ausweis genug sein, um gute Leistungen unserer 1. Mannschaft zu erhoffen. Unsere 1. Mannschaft hat ihr Gesicht wesentlich verändert. Hier hat jeder bedauert, daß Hardy Strehlow die Schuhe aus gesundheitlichen Gründen an den Nagel hängen mußte. Der Verein spricht dem Kam. Strehlow nochmals Dank und Anerkennung für die jahrelangen leistungen und die vorbildliche Kameradschaft aus.

Der junge Beekmann vom S.C. Charlottenburg hat vor kurzem den 4. Vertrag erhalten. Wir bedauern, daß es hierüber zu einer Verstimmung mit Hertha BSC gekommen ist. Um so mehr freuen wir uns, daß die Aussprache mit dem Kam. Höhne und mir glücklich verlaufen ist. Die Streitaxt ist begraben. Nach dem Spiel gegen Real Madrid, das die aus bei den Vereinen gebildete Mannschaft so ausgezeichnet bestanden hat, dürfte die geschaffene Grundlage der Freundschaft von dem kürzlichen Zwischenfall nicht beschädigt sein.

Das Spiel gegen Real Madrid ist für unseren Club in jeder Hinsicht ein Erfolg geworden. Zwar ist die Belastung groß gewesen. Nicht nur die Kosten insgesamt, sondern dazu das außergewöhnliche Maß der Organisation haben unsere ganze Aufmerksamkeit für einige Monate und besonders während der letzten Wochen vor dem Spiel erfordert. An dieser Stelle danke ich namens des Vorstandes den Kameraden Zellmer und Koch für den be-wiesenen Einsatz. Wir .danken den Herren der Berliner Presse, des Funks und des Fernsehens für die so ausgezeichnete Un-terrichtung des Publikums und die damit erreichte Werbung für dieses Spiel. Schließlich gebührt unser Dank dem Senator für Jugend und Sport, dem Sportverband Berlin und dem Vorstand des VBB. Von allen Seiten hat man uns hier mit Rat und Tat in echter kameradschaftlicher Verbundenheit gefördert.

Das Berliner Publikum hat diesem inter-nationalen Spiel ein ausreichendes Interesse entgegengebracht. Sicherlich hat der Berliner Fußball einen neuen guten Impuls erhalten.

Auch unser Club hat hierbei neue Sympathien gewonnen. Besonders erfreulich ist die Tatsache, daß uns das Spiel einen Oberschuß gebracht hot, wenn er auch relativ nur bescheiden ist.

Über das Spiel selbst ist in den Tageszeitungen ausreichend berichtet worden.

Leider haben wir gleich darauf in den beiden ersten Punktspielen zwei kalte Duschen hinnehmen müssen, gegen Kickers 1900 und gegen den BSV 92. Es ist ärgerlich und nicht zu verstehen, daß sich unsere Mannschaft, die kameradschaftlich so gut zusammensteht, kämpferisch nicht steigern konnte. Hier muß ein ernstes Wort gesprochen werden. Der Verein erwartet nicht nur von einigen, sondern von allen Spielern Kampfmoral und vollen Einsatz. Wer dieser Bedingung nicht entspricht, kann keinen Anspruch auf einen Platz in der 1. Mannschaft geltend machen.

Unsere Amateur-Mannschaft ist wesentlich verstärkt worden. Kam. Jahnke hat die Betreuung 'übernommen. Wir wünschen  - und hoffen, daß es der Mannschaft gelingen wird, in die 2. Klasse aufzusteigen.

Sehr erfreuliche Nachrichten kommen von der Kegel-Abteilung. Hier wurden Siege errungen, deren Bedeutung unsere Mitglieder aus dem ausführlichen Bericht der Abteilung entnehmen können.

Allen Keglern und den Siegern vor allem unsere herzlichsten Glückwünsche.

Zum Schluß soll noch ein Wort über den Verkauf unseres Sportplatzes gesagt werden. Hier schweben seit längerer Zeit Verhandlungen mit ernsthaften Interessenten, zu denen auch der Senator für Jugend und Sport gehört.

Der Behörde geht es offensichtlich darum, die Fläche als Sportplatz zu erhalten. Es ist zu hoffen, daß in absehbarer Zeit eine definitive Stellungnahme des Senats erfolgt, damit ein Abschluß mit dem einen oder dem anderen Partner erfolgen kann. Mit diesen Gedanken ist ein Teil der Vorgänge umrissen, die uns sowohl in der Be. richtsz.eit bewegt haben, wie sie uns .auch weiterhin beschäftigen werden.

Ich habe die Hoffnung, daß sich die noch nicht entschiedenen Vorgänge arrangieren und dorf meinen Mitarbeitern und allen Aktiven recht viel Freude an ihrer Arbeit und sportlichen Erfolg wünschen. Der Nutzniesser unserer Bemühungen soll immer nur unser BFC Viktoria sein.

Georg Erwin Schwarz

1961 - Bau der Berliner Mauer

Berlin wird durch den Mauerbau geteilt. Viktoria Berlin im Westteil Berlins vermisst Mitglieder aus dem Ostteil der Stadt. Die Sorge und die Ungewissheit um deren Schicksal veranlasst Viktorias Vizepräsidentin Lu Pfannenschmidt dazu, Care-Pakete zu versenden. Die Kommunikation zwischen den Vereinsmitgliedern ist unterbunden – die Teilung der Stadt hat für Viktoria einen grossen menschlichen Verlust zur Folge.

1962

Viktorias Cricket-Abteilung nimmt seit 1959 an den Meisterschaftswettbewerben der britischen Garnisionsmannschaften teil - und wird 1962 Meister.

1963

Der deutsche Fussballbund führt die Bundesliga ein. Die Folgen für Viktoria waren parallel zum drohenden Verlust der angestammten Spielstätte und finanziellen Unregelmäßigkeiten erheblich. Die verpasste Qualifikation zur Ligameldung stellt die Weichen für Jahrzehnte in Abseits. Die Bundesliga hat einen rapiden Zuschauerrückgang auch bei Viktoria zur Folge.

1964

Viktorias Schulden steigen als Folge von Ausgaben zu der "Vertragsligazugehörigkeit" im Fussball. Zum 75. Jubiläum muss der vereinseigene Sportplatz mit Nebenplatz verkauft werden.

Viktorias Fussball-Amateurmannschaft wird Berliner Amateur-Meister.

1968

Viktoria Berlin wird Meister im Meisterschaftswettbewerb der britischen Garnisionsmannschaften. Kurt Rietz gibt aus gesundheitlichen Gründen den Fussball- und Cricketsport auf.

bis 1973

Wechselnde Vorstände, Abstieg aus der Fussball-Regionalliga - Abstieg aus der Amateurliga - die Cricket-Abteilung gewinnt 1968 nochmals den Meisterschaftswettbewerbe der britischen Garnisionsmannschaften und bleibt ansonsten ohne Erwähnung. Nur der Ruf im Cricket bleibt bestehen. Rietz leitet immer noch die Cricketabteilung. Viktoria kann immer noch trotz langen Anreisen und fröhlichen Feiern im Cricket überlegen die Partien europaweit dominieren.

1974

Viktorias Fussball-Abteilung meldet eine Damen- und Mädchen-Abteilung an. Die Herren steigen in die A-Klasse auf.

1975

Viktoria ist die erste Mannschaft, die Aufgrund von Abmachungen zwischen den Sportverbänden der BRD und DDR mit einem Verein der DDR ein Freundschaftsspiel in West-Berlin austragen darf. Am 26.04.1975 findet dieses Spiel gegen den BSG Schiffahrt/Hafen Rostock statt. Nicht ohne die zu erwartenden Probleme. Die Geschäftsführerin und spätere Vereinspräsidentin (1994 bis 2003), Lu Pfannenschmidt erinnnert sich:

... Dieses Freundschaftspiel hat Viktoria völlig unvorbereitet getroffen. So wurde in Eile eine Delegation zusammengestellt, die den Verein aus Rostock verantwortlich betreuen sollte. Das Ganze war an sich eine deutsche Sensation - das öffentliche Interesse war so gross, das ganze Horden von Fernseh-Teams und Rundfunk-Reportern an dem Ereigniss teilhaben wollten. Und von unserer Seite sollte es an Nichts fehlen – wir organisierten einen Frühstücks-Empfang in den Fussballverbands-Gebäuden am Wannsee, mit einer Führung durch die Unterkunft der DDR-Nationalmannschaft von 1974.  

So fanden sich unsere Empfangsdelegation sowie Fernsehen und Rundfunk am vereinbarten Grenzübergang ein - und ...  

... der Schlagbaum war zu kurz - oder der Bus aus Rostock zu breit, auf jeden Fall hatte daran niemand gedacht. Nachdem verschiedene Lösungen zur Grenzüberquerung verworfen wurden, mussten beide Delegationen den Rückzug antreten, um sich eine Stunde später am "Checkpoint Charlie" erneut zu treffen. Hier gelang die Grenzüberquerung - und die Anspannung für uns als verantwortlicher Gastverein stieg.

Zum ersten mal trafen 2 Mannschaften aus dem geteilten Deutschland in West-Berlin zusammen. Der Ausgang des Spiels war für uns völlig unwichtig, unser einziges Interesse galt dem Bemühen, die Mannschaft (und die gesamte Delegation) aus Rostock möglichst vollzählig am "Checkpiont Charlie" wieder abzuliefern - um weitere Begegnungen dieser Art zu ermöglichen und die Aktion zu einem erfolgreichen Abschluss zu bringen. Die verschiedenen Vorkommnisse an diesem Tag würden ein Buch füllen - und glücklicherweise ging einer der aufregensten Tage Viktorias erfolgreich zu Ende. Der BSG Schiffahrt/Hafen Rostock trat spät am Abend in kompletter Mannschaftstärke am „Checkpoint Charlie“ die Heimreise an. Keine Flüchtlinge – keine politische Aufregung – eine unerwartete Aufgabe haben wir erfolgreich gelöst ... und ein Rückspiel war somit möglich ...

1977

Viktorias Fussballer steigen in die Berliner Oberliga auf. Der Cricket-Bereich wird weiterhin von Kurt Rietz bestimmt. Er führt erfolgreich eine multinationale Mannschaft zu zahlreichen Siegen, aber Meisterschaften bleiben aus.

1978

Viktoria Berlin wird Cricketmeister im Meisterschaftswettberwerb der britischen Garnisionsmannschaften.

1983

Viktorias Fussballer steigen mit blamablen Vorstellungen in die Landesliga ab. Im eigenen Stadion gelingt kein einziger Sieg. Das Torverhältnis von 27:90 spricht eine deutliche Sprache. Im Cricket behält Viktoria seine Berliner Vormachtstellung und wird Berliner Meister. Die deutsche Meisterschaft wird noch nicht erreicht.

1984

Und es geht noch schlimmer: Viktorias Fussball liegt mit dem Abstieg in die Kreisliga A am Boden. Berliner Cricketmeister bleibt allerdings Viktoria.

bis 1988

Viktorias Fussballer steigen nach langer Agonie in die Landesliga auf. Cricket wird in Berlin durch Viktorias Mannschaft dominiert. Zu einer deutschen Meisterschaft reicht es nicht mehr.

Seite drucken
RSS-Feed abonnieren