Internationale Wochen gegen Rassismus

  • 13. März 2019
  • Kommunikation
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Gemeinsame Erklärung zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus vom 11. – 24. März 2019 zur Verbreitung über DFB, DFL und die Regional- und Landesverbände

Fußball überwindet Grenzen, baut Brücken und verbindet Menschen – unabhängig von Glaube, Herkunft, Hautfarbe oder sexueller Identität. Über 80.000 Fußballspiele führen in der Bundesrepublik jede Woche aufs Neue Millionen Sportbegeisterte zusammen. Rund 7,1 Millionen Menschen in Deutschland – über 8,5 Prozent der Bevölkerung – sind Mitglied eines Fußballvereins.

Unsere Fußballvereine leisten wichtige Integrationsarbeit und wir Verbände unterstützen sie dabei gerne, denn sie bringen Menschen unterschiedlicher Herkunft und Religion zusammen. In unserem Sport stehen gegenseitiger Respekt, Fair Play und Solidarität an oberster Stelle. Ganz gleich ob daheim oder beim Auswärtsspiel: Wir sehen nicht tatenlos zu, wenn Hetze und Gewalt zunehmen. Deshalb unterstützen wir die diesjährigen „Internationalen Wochen gegen Rassismus“. Wir rufen alle Fußballbegeisterten auf rassistischen und anderen diskriminierenden Parolen die rote Karte zu zeigen!

Wir stehen zusammen – gegen Rassismus und für 100% Menschenwürde. Denn ein bisschen Menschenwürde gibt es nicht.

Die INTERNATIONALEN WOCHEN GEGEN RASSISMUS gehen auf einen Beschluss der Generalversammlung der Vereinten Nationen zurück. Sie erinnern an das „Massaker von Sharpeville“, bei dem die südafrikanische Polizei am 21. März 1960 im Township Sharpeville 69 friedlich Demonstrierende erschoss.

In Deutschland und ganz Europa finden jährlich mehrere tausend Veranstaltungen von Vereinen, Organisationen, Schulen, Religionsgemeinden und dem Sport statt, die öffentlichkeitswirksam Zeichen gegen Rassismus und für Menschenrechte und Frieden setzen. Zu den Internationalen Wochen gegen Rassismus 2018 wurden erstmals über 1.750 Veranstaltungen dokumentiert sowie 1.700 Freitagsgebete bei denen die Überwindung von Rassismus in den Ansprachen aufgegriffen wurde – so viel Engagement wie noch nie. Die Anzahl und Vielfalt der Veranstaltungen zeigen, dass die UN-Wochen gegen Rassismus eine immer stärkere Bewegung werden. Dieses beeindruckende Signal brauchen wir, um deutlich zu machen, dass die Mehrheit menschenfeindliche Angriffe auf Minderheiten und rassistische Verletzungen der Menschenwürde nicht ohne Widerspruch hinnimmt.

Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Europawahlen stehen die Internationalen Wochen gegen Rassismus 2019 unter dem Motto „Europa wählt Menschenwürde“. Ziel ist es insbesondere, den nationalistischen, rassistischen und autoritären Angriffen von rechtsaußen ein Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte entgegenzustellen.

Die Internationalen Wochen gegen Rassismus finden vom 11.-24. März 2019 statt.

 

Internationale Wochen gegen Rassismus

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2 Responses to the post:

  • Heinz Kremp
    at 15:04

    Offenbar lässt sich die bislang relativ neutrale Viktoria nun auch politisieren, und zwar auf ziemlich einseitige Weise. Traurig.

  • Bernd Blau
    at 13:58

    Wieso propagiert Viktoria eine solch einseitige linksgefärbte Aktion, wenn zum Beispiel die Rede ist von “autoritären Angriffen von rechtsaußen” auf ein “Europa der Freiheit, der Demokratie und der Menschenrechte”? Will man Propaganda machen, bei der Europawahl im Mai bestimme Parteien zu wählen oder nicht zu wählen?