Alle Jahre wieder… Saisonrückblick Dritte Männer

  • 18. Juni 2019
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Nach der überragenden Spielzeit 2017/18, welche mit dem 2. Platz in der Kreisklasse A (mit nur zwei Punkten Rückstand auf Meister SF Kladow III) sowie dem Sieg im Finale des Berliner Pilsner Pokals der Unteren Herren gegen Lichtenberg 47 III abgeschlossen wurde, waren die Ziele für die neue Saison eindeutig: Neben der Verteidigung des Pokaltitels wollte unsere 3. Mannschaft auch in der Meisterschaft ganz oben angreifen.
Im ersten Saisonspiel gelang dem Team von Martin Lederer in einem schweren Auswärtsspiel beim Aufsteiger Grün-Weiß Neukölln III ein verdienter Sig und somit ein guter Saisonstart. Nur eine Woche später sollte diesem jedoch der erste Rückschlag im Lokalderby bei Hertha 03 Zehlendorf III folgen: Trotz drückender Überlegenheit und klarem Chancenplus musste man eine 0:1-Niederlage hinnehmen. Doch nur vier Tage später trafen sich beide Teams in der Osdorfer Straße zur Qualifikationsrunde für den AOK-Landespokal der Unteren Herren wieder, wo man mit 4:1 die Oberhand behielt und souverän in die erste Hauptrunde des Pokals einziehen konnte.
In der Liga folgten vier deutliche Siege, bis es Ende Oktober zum Kräftemessen mit den beiden unmittelbaren Meisterschaftskonkurrenten kommen sollte. Beim SV Empor Berlin III, dem Abonnementmeister der vergangenen Dekade, gelang, nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand, eine schlussendlich gerechte 2:2-Punkteteilung. In der Woche darauf folgte ein spektakuläres Spiel gegen den 1. FC Schöneberg III in der Osdorfer Straße. Nach 1:2-Rückstand drehte die Mannschaft das Spiel in teilweise überragender Manier in ein zwischenzeitliches 4:2. Das bessere Ende sollte an diesem Tag allerdings auf Seiten der Schöneberger liegen, die dank einer starken Sturmreihe und einigen Nachlässigkeiten im viktorianischen Abwehrverbund dank eines 5:4-Siegs dann doch noch die drei Punkte mit in den Nachbarbezirk nehmen konnten.
Mit nur einem Punkt aus beiden Spielen und der darauffolgenden Niederlage bei Hertha BSC IV musste man noch vor der Winterpause erstmals den Kontakt zur Spitzengruppe abreißen lassen.
Dennoch gelang es in der folgenden Woche, dem stark aufspielenden Aufsteiger SC Union Südost III, a.k.a. JuventUSO, die erste Saisonniederlage beizubringen. Im bis dato besten Saisonspiel konnte man dank dreier Tore von Benjamin Minke mit 5:1 die Oberhand behalten.
Mit zwei weiteren Siegen und einem Unentschieden wurde das Jahr 2018 schlussendlich auf einem eher enttäuschenden 5. Platz in der Liga beendet. Immerhin gelang der 3. Mannschaft von Viktoria acht Tage vor Weihnachten mit einem 2:0-Heimerfolg über den letzjährigen Finalgegner Lichtenberg 47 III jedoch noch der abermalige Einzug ins Pokal-Halbfinale.
Der Start in die Rückrunde verlief mit fünf Siegen aus sieben Spielen zunächst verheißungsvoll. Da die unmittelbare Konkurrenz, insbesondere bestehend aus Empor Berlin III, dem 1. FC Schöneberg III und Union Südost III, allerdings ebenfalls kaum Federn ließ und man sich im Laufe der Rückserie darüberhinaus allen drei Teams, teilweise recht unglücklich geschlagen geben musste, war ein erneuter Angriff auf die Tabellenspitze relativ schnell außerhalb des Möglichen.
Trotz dieser drei Niederlagen gewann die Mannschaft, abgesehen von einem 4:4-Unentschieden gegen Grün-Weiß Neukölln III, alle weiteren Spiele der Rückserie – so auch die Generalprobe zum Halbfinale des AOK-Landespokals der Unteren Herren. Eine Woche vor der Halbfinalpartie gegen die TSV Mariendorf III schoß man den Ligakonkurrenten Hertha BSC IV mit 12:4 vom Platz.
Ähnlich spektakulär sollte dann auch das heißersehnte Halbfinalduell verlaufen. Gemäß dem Motto „Vorne hui – hinten pfui“ zog man nach einem teilweise chaotischen Spiel mit 9:5 abermals ins Pokalfinale ein. Dort sollte Viktoria der Ligakonkurrent Union Südost III erwarten, der mit 3:0 im zweiten Halbfinale beim Berliner SC III die Oberhand behielt.
In der Liga entwickelte sich die Meisterschaft zunächst noch zu einem Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen dem SV Empor III und dem 1. FC Schöneberg, in dem schlussendelich einmal mehr der SV Empor III die Oberhand behalten sollte und letztendlich mit sieben Punkten Vorsprung souverän die Meisterschaft feiern konnte.
Die 3. Mannschaft Viktoias konnte den Punktspielbetrieb mit einem 10:0-Kantersieg über Hertha 03 Zehlendorf III abschließen und sich somit noch einmal für die Hinspielniederlage am 2. Spieltag früh in der Saison revancieren. Torjäger Patrick Hagemann traf in diesem Spiel noch einmal vierfach und konnte sein persönliches Trefferkonto in der Liga damit auf 46 Saisontore erhöhen. Insgesamt traf der beste Torjäger der vergangenen Jahre in der Kreisklasse A damit in den letzten beiden Spielzeiten in 45 Ligapartien bereits zum 100. (!!!) Mal.
Nach dem Ende der Ligasaison stand jedoch noch ein besonderes Highlight für das Team von Martin Lederer an: Das Pokalfinale des AOK-Landespokals der Unteren Herren gegen das Team des starken Aufsteigers SC Union Südost III. Für Viktoria III, nach dem vergangenen Jahr, das zweite Pokalfinale in Folge, welches diesmal auf dem Rasenplatz in der Monumentenstraße in Schöneberg ausgetragen wurde.
Fieberhaft arbeitete man diesem einen Spiel entgegen und wollte am 10. Juni vor rund 200 Zuschauern Gechichte schreiben und den Pokal der Unteren als erstes Team, erstmals seit seit dessen bestehen, erfolgreich verteigen.
Wie sich zeigen sollte, hatte die gegnerische Mannschaft von SC Union Südost III hingegen andere Pläne und spielte von Beginn an teilweise bravourösen Fußball, der aus Sicht der 3. Herren Viktorias in einem noch schmeichelhaften 0:2-Pausenrückstand mündete. In der Halbzeitpause raufte sich die himmelblaue Mannschaft nocheinmal zusammen und kam wie ausgetauscht aus der Kabine. Vom Antoß der 2. Spielhälfte hinweg übernahm sie das Kommando und ließ dem Gegner kaum mehr eine Chance. Dem noch recht glücklichen, aber dennoch schön herausgespielten, Anschlusstreffer von Kai Neugebauer unmittelbar nach Wiederbeginn, folgte ein Doppelpack Patrick Hagemanns, der schlussendlich zum einem 3:2-Erfolg genügte. Nach dem Abfiff, im Anschluss an die sechsminütige Nachspielzeit, kannte der Jubel keine Grenzen und Viktoria konnte zum zweiten Mal in Folge den Pokal in den Schöneberger Mittagshimmel stemmen.
Insgesamt gelang damit, neben Platz 4 in der Liga, ein mehr als versöhnlicher und ebenso spektakulärer Saisonabschluss.
Auch in der kommenden Saison wird die 3. Männermanschaft, wie gewohnt, mit ähnlichem Gesicht, aber auch mit hoffentlich vielen jungen Neuzugängen und möglichst wenigen Abgängen sowie mit mehr Konstanz über das gesamte Spieljahr hinweg, versuchen, erneut die oberen Plätze der Kreisklasse A ins Visier zu nehmen und abermals den Pokal zu verteidigen.

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