3:3! Viktoria mit Remis im Test bei Zweitligist Hannover 96

  • 19. Januar 2020
  • Julia Henys
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Der FC Viktoria 1889 Berlin ist in der Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison weiter ungeschlagen und hat im dritten Spiel des Winters ein starkes Ausrufezeichen gesetzt. Nach Erfolgen über den Regionalliga-Rivalen Optik Rathenow (2:0) sowie Sechstligist Croatia Berlin (3:1) erarbeiteten sich die Himmelblauen am Sonntag bei Zweitligist Hannover 96 ein 3:3 (1:2).

In der HDI-Arena setzte der Favorit früh den ersten Stich. Florent Muslija hatte allerdings Glück, dass sein Schuss abgefälscht wurde und der Ball unhaltbar für Viktoria-Keeper Stephan Flauder im Netz landete (9.). Die Viktoria beeindruckte das jedoch wenig, sie spielte mutig mit und belohnte sich mit dem Ausgleich durch Lucas Falcao (23.). Es entwickelte sich ein offenes Spiel, in dem 96 kurz vor dem Seitenwechsel erneut in Führung ging: Sebastian Soto lupfte die Kugel über Flauder hinweg (46.).

In der Kabine fand Trainer Benedetto Muzzicato offenbar die richtigen Worte, denn schon drei Minuten nach Wiederbeginn schlugen die Hauptstädter durch Tino Schmidt zum zweiten Mal zurück – das 2:2. Hannover erhöhte nun den Druck und in der 62. Minute brachte Marvin Ducksch die „Roten“ nach einer gelungenen Kombination mit dem Kopf abermals in Front. Die Entscheidung? Nein! Zehn Minuten vor dem Abpfiff stellte Pardis Fardjad-Azad seine Joker-Qualitäten unter Beweis, hielt die Stirn hin und traf zum 3:3.

„Alles in allem ist das für uns ein erfreuliches Ergebnis. Klar, drei Gegentore sind zu viel, das sind wir nicht gewohnt, aber der Gegner hatte natürlich auch eine andere Qualität. Wenn man denen etwas Raum gibt, dann nutzen sie es aus, dann geht es schnell“, blickte Kapitän Marcus Hoffmann auf den Test zurück und stellte die positiven Aspekte in den Vordergrund: „Wir haben richtig gut dagegengehalten, drei Tore gemacht, sogar richtig schöne Tore. Was der Trainer vorgegeben hat, wurde in beiden Halbzeiten gut umgesetzt.“

Da wollte Muzzicato nach dem Abpfiff nicht widersprechen. „Unter dem Strich können wir sehr zufrieden sein. Es hat mich gefreut, welche Moral meine Mannschaft gezeigt hat. Dreimal ist Hannover in Führung gegangen, aber wir sind unbequem geblieben und haben immer zurückgeschlagen“, sagte der Trainer der Himmelblauen und stellte vor der Rückreise nach Berlin fest: „Das war ein richtig guter Test, auf den wir jetzt weiter aufbauen können.“

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