FC Viktoria 1889 setzt Zeichen gegen Rassismus: Unsere Hautfarbe ist himmelblau!

  • 11. März 2020
  • FC Viktoria 1889 Berlin
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Der FC Viktoria 1889 ist stolz darauf, ein weltoffener Verein zu sein, in dem Menschen aus allen Kontinenten zu Hause sind. Leider ist in jüngerer Vergangenheit eine Verrohung der Gesellschaft zu spüren, der sich der Traditionsklub mit aller Kraft entgegenstellt. So steht das nächste Heimspiel in der Regionalliga Nordost unter dem Motto: Nein zu Rassismus! Unsere Hautfarbe ist himmelblau.

„Fremdenfeindlichkeit hat in unserer Gemeinschaft keinen Platz. Es ist uns sehr wichtig, ein klares Signal zu setzen gegen jede Form der Ausgrenzung und für ein friedliches Miteinander“, erklärte Präsident Ulrich Brüggemann im Namen des gesamten Führungsgremiums und betonte: „Es ist eine tolle Sache, dass unsere 1. Herren da vorangeht. Sie steht als Beispiel für alle 66 Mannschaften, in denen Menschen aus 32 Nationen gemeinsam Fußball spielen.“

Im Rahmen der Partie am 21. März (13.30 Uhr) im Stadion Lichterfelde gegen den VfB Germania Halberstadt werden sowohl den Spielern als auch dem Trainer-Team um Benedetto Muzzicato und allen Mitarbeiter des Klubs zwei himmelblaue Streifen auf das Gesicht gemalt. Die Mannschaft wird vor dem Anpfiff mit einem 20 Meter langen Transparent mit der Aufschrift „Unsere Hautfarbe ist himmelblau“ auflaufen.

„Als der Verein mit dieser Aktion auf uns zukam, haben wir keine Sekunde gezögert. Die Jungs sind begeistert, sich auf diese Weise für so ein wichtiges Thema einbringen zu können“, sagte Chefcoach Muzzicato. Die Profis Shinji Yamada und Tobias Gunte sowie Nachwuchskeeper Melvin Williams wurden stellvertretend als Gesichter der Kampagne ausgewählt, sie übernahmen beim Fotoshooting die Hauptrollen, zieren Plakate und Flyer.

„Ich habe es immer als großes Privileg empfunden, in einem Verein zu spielen, in dem jeder völlig unabhängig von seiner Herkunft und seiner Religion willkommen ist, wenn er die Werte des Klubs lebt und mitträgt“, stellte Verteidiger Gunte fest. Der 22-Jährige kickt schon seit 2011 für Viktoria und schaffte den Sprung aus der Jugend zu den Profis, die Aktion rund um das Halberstadt-Spiel ist aber auch für ihn etwas ganz Besonderes: „Wir setzen alle gemeinsam ein Zeichen – und wenn für den guten Zweck noch etwas herauskommt, ist es doppelt schön.“

Die Vereinsführung hat nämlich den Entschluss gefasst, zwei Euro von jedem verkauften Ticket an die Amadeu Antonio Stiftung mit Sitz in Berlin zu spenden, die sich seit ihrer Gründung 1998 dafür einsetzt, eine demokratische Zivilgesellschaft zu stärken, die sich gegen Extremismus, Rassismus und Antisemitismus stellt sowie als Stimme von Minderheiten eintritt.

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