Gemeinsamstark

Gemeinsam stark für soziales Engagement

FC Viktoria und Krankenhaus Bethel Berlin begeistern für Ehrenamt und soziale Jobs

Was haben „Soziale Berufe“ im Krankenhaus und Ehrenamt-Jobs im Breitensport gemeinsam? Alle wissen, dass ohne sie nichts läuft, immer weniger wollen sie machen und sie werden von echt starken Typen ausgeübt. Menschen, die sich leidenschaftlich für unsere Gemeinschaft und Gesundheit einsetzen.
Klar, dass viele Führungsspieler aus den dem ersten Frauen- und Männer-Team dabei sind, wenn Klub und Klinik gemeinsam für diese Jobs begeistern wollen. Denn auch sie möchten den tausenden Ehrenamtler*innen und Gesundheitsarbeiter*innen „Danke!“ sagen.

Auf Plakaten, in Zeitungen und natürlich in den sozialen Netzwerken sind die drei Motive zu finden und werden hoffentlich weit verbreitet. Am Ende der Seite finden Sie Ansprechpartner und Links für Ihr persönliches soziales Engagement – beruflich oder privat.

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über unsere sozialen Helden!

Die Leitwölfe

Martina Bader-Bednareck schlägt mit Ihrem hochprofessionellen Röntgen-Team im Krankenhaus Bethel Berlin die Brücke zwischen Hightech mit Menschlichkeit: „Nach einem Unfall kommen häufig Patienten zu uns, die schnell ein korrektes Röntgenbild benötigen. Die sind aufgeregt, wissen nicht wie schlimm die Verletzung wirklich ist. Da bringen wir in der Radiologie zum ersten Mal etwas Ruhe rein.“ Die Medizinisch-Technische Radiologieassistentin hat 21 Jahre lang in der Hallenser Uniklinik Erfahrungen gesammelt und vor mittlerweile 10 Jahren die Leitung des MTRA-Teams heir zu übernehmen. So wie die Ehrenamtler im Breitensport bereitet die Radiologie alles vor, damit Medizin, Pflege und Therapie richtig „aufspielen“ und das Match um die Patientengesundheit gewinnen können. „Das Spannende ist dabei, dass wir die Entwicklung unserer Patienten von der ersten Notsituation bis zur Wiederherstellung begleiten. An dieser verantwortungsvollen Schlüsselposition zu arbeiten macht echt Spaß.“

Dagmar Käpernick (58) steht für die unzähligen Eltern, ohne die der Breitensport und ganz besonders der Frauenfußball wohl nicht möglich wäre. Sie begleitet die erste Frauenmannschaft seit der D-Jugend, ist zunächst aushilfsmäßig da „rein geraten und hat es dann lieben gelernt“ die jungen Frauen durch die Regionalliga und Bundesliga zu begleiten. „Aber egal wie gut die Mädels spielen, es wird immer weniger berichtet als über die Männer.“ Aber das ist für Sie auch nur ein zusätzlicher Ansporn. Bei Wind und Wetter steht Sie im Wechsel mit einer anderen Spielerinnen-Mutter sonntags am Spielfeldrand und versorgt die Sportlerinnen mit frischen Trikots und frischer Nahrung. „Es war echt schön, dabei die Mädels aufwachsen zu sehen, zu erleben, das aus dem Team eine Art Familie geworden ist. Hier geben die großen auf die jüngeren Acht. Probleme werden direkt untereinander angesprochen. Die Mädels reden halt mehr als die Männer.“ Und es funktioniert nicht nur sozial – wie es aussieht, wird „Dagi“ in der nächsten Saison wieder Bundesliga-Trikots waschen.

Die Durchstarter

Dr. Katrin Kröckel (38) steht für die gelungene „Jugendarbeit“ des Krankenhauses Bethel Berlin. Bundesliga-Klubs mit versierten Scouting-Abteilungen finden junge Fußballerinnen mit großem Potential, bauen sie auf und entwickeln sie zu Weltklasse-Spielerinnen. In findigen Kliniken ist das ganz ähnlich: Als die jetzige Oberärztin aus Aachen in die Innere Medizin am Krankenhaus Bethel Berlin wechselte, weil ihr die „Trainingsbedingungen“ in der Endoskopie-Abteilung sehr gut gefielen, bemerkten ihre Chefs gleich ihr technisches Geschick. „Ich hatte mich schon an der Uniklinik mit dem Gebiet beschäftigt und traf hier auf Ärzte und Assistenzpersonal mit großer Erfahrung in diagnostischer und interventioneller Endoskopie. Das Team und die vielfältige technischen Möglichkeiten haben mich hier überzeugt.“ Nach der Weiterbildung zur Fachärztin für Innere Medizin und Gastroenterologie wurde sie von ihrer Chefärztin gebeten, eine vakante Oberarzt-Position zu besetzen. Und jetzt hofft die Klinik, dass der Transfermarkt für Dr. Kröckel langfristig geschlossen bleibt ;).

Dilara Türk (22) startet aus dem Halbfeld. Mit dem Ball am Fuß ist sie schwer zu stoppen, spielt die Gegnerinnen aus. Es zieht sie nach vorne – Richtung Tor. Dieses Selbstbewusstsein hat sich Dilara über Jahre antrainiert: In Lübars musste sie sich noch gegen Jungs durchsetzen, beim FC Union konnte sie Ihre Technik und Athletik weiterentwickeln und seit 2016 unterstützt sie den FC Viktoria auf dem Weg an die Spitze. In „Traumspielen“ wie dem siegreichen Halbfinale gegen Ihren alten Verein FC Union erlebt die kaufmännische Auszubildende wie stark die Frauenmannschaft als Team funktioniert und was dazu nötig ist: „Wenn man länger dabei ist, gewinnt man mehr Ruhe am Ball, bleibt in brenzligen Situationen gelassener und traut sich einfach mehr zu.“ Bleibt noch zu hoffen, dass zukünftig auch mehr zuschauen, wenn Dilara und ihre Mitspielerinnen loslegen – es lohnt sich!

Die Spielmacher

Ohne Magdalena Hirsch (35) und Ihr Pflegeteam läuft auf der chirurgischen Station gar nichts. Dabei teilt die Pflege das gleiche Schicksal wie der Frauenfußball – so richtig ernst genommen wird sie nicht. Trotz komplexer Ausbildungsinhalte, regelmäßiger Fortbildungen, ganz guter Bezahlung und Allrounder-Qualitäten: Magdalena kennt sich mit Hals, Nasen, Ohren ebenso aus wie in der Inneren Medizin und jetzt der Chirurgie: “Hier auf Station ist jeder Tag anders. Ich sehe Patienten voller Energie, die gesund werden wollen, sehe Fortschritte und wie wichtig meine Arbeit ist.” Auch wenn die Pflege kein gutes Image hat, macht Magdalena ihren Job sehr gerne. “Die Klinik ist familiär und hat zu Recht einen guten Ruf.”

Tatjana Fandre (26) lebt seit 20 Jahren für den Fußball. In Neukölln und Wilmersdorf entwickelte sie Technik in Mittelfeld und Sturm. Seit einigen Jahren baut sie das Spiel der Viktoria mit Routine und Übersicht auf. Auf die Bauingieneurin in der Verteidungslinie kann sich das Team verlassen. Und auch außerhalb des Trainings ist sie mit ihren Team-Kolleginnen oft unterwegs. Bis hin zu gemeinsamen Urlauben: „Wir sind ein Spitzen-Team. Da gibt es nichts zu jammern. Aber als wir in die zweite Bundesliga aufgestiegen sind, haben alle gedacht: ‚Ok. Die verdienen da richtig viel Geld.‘ Das Gegenteil ist der Fall: Egal wie hart wir trainieren und wie erfolgreich wir sind – der Frauenfußball wird kaum wahrgenommen.“ Tatjana hat einen guten Job, den sie sehr gerne macht – aber nach Fairplay klingt das wirklich nicht…

Making of
Kampagne Gemeinsam stark / Blick hinter die Kulissen

Eure Ansprechpartner für Soziale Jobs und Ehrenamt

Ansprechpartnerin: Heike Haase
Pflegerische Geschäftsführung
030 / 7791 2301
Heike.Haase@BethelNet.de
www.krankenhaus-bethel-berlin.de

Ansprechpartnerin Helen Wilking
030 / 75 44 48 98 12
Organisation@Viktoria-Berlin.de

Weitere Infos zu Klinikjobs:
http://www.krankenhaus-bethel-berlin.de
Infos zur Pflege-, Physio- und Ergotherapieausbildung an der Wannseeschule:
http://www.wannseeschule.de
Allgemeine Info und Entscheidungshilfen für sozialen Berufe:
www.soziale-Berufe.com
Infos zum Ehrenamt des Berliner Fußballverbands:
https://berliner-fussball.de/soziales/ehrenamt/